Request for what???

“Was ist Was” im IT-Sourcing – Folge 3

Wie überall in der EDV hat sich im Bereich der Fragestellung „Eigenfertigung oder Fremdbezug“ ein eigener Wortschatz, zumeist dem Englischen entlehnt, gebildet, an dem man im IT-Sourcing nur schwer vorbeikommt. In loser Folge wollen wir daher die wichtigsten Begriffe kurz erläutern. Eine gesamte Abkürzungsgruppe wird dabei kurz mit RfX umschrieben.

Mit dem RfQ stellen wir nun den dritten Vertreter vor. Dies steht für „Request for Quotation“, zu Deutsch „Aufforderung zur Preisangabe“. Im Gegensatz zum RfP werden in einem RfQ-Verfahren zwar die detaillierten Leistungsbeschreibungen dem potenziellen Bieter mit an die Hand gegeben, jedoch nicht die weiteren Vertragsunterlagen. Ein detailliertes Lastenheft ist somit ein integraler Bestandteil der Anfrage, auf die aber in der Regel kein rechtsverbindliches Angebot abgegeben wird, sondern mit einer unverbindlichen Preisauskunft geantwortet wird. Mit dieser Preisinformation kann zum einen der Business Case validiert werden und zum anderen eine Vorauswahl getroffen werden, mit welchem Lieferanten es sich lohnen würde, in Vertragsverhandlungen einzusteigen.

Der Natur der Sache ist es geschuldet, dass ein RfQ-Verfahren nur in Gang gesetzt werden sollte, wenn die erwartete Leistung, die am Markt nachgefragt werden soll, gängigen Standards entspricht. Virtuelle Maschinen oder Storage aus der Cloud sind hierfür prädestinierte Beispiele, für ein komplexes Software-Entwicklungsprojekt sollte allerdings ein anderes Verfahren gewählt werden, zum Beispiel ein RfS (Request for Solution). Dazu erfahren Sie mehr in Folge 4.

LEXTA hilft Unternehmen dabei, durch eine strukturierte Vorgehensweise den Ablauf für einen RfQ optimal zu gestalten und den Aufwand auf Seiten der nachfragenden Unternehmen zu minimieren. Ein bei den einschlägigen Dienstleistern bekannter Standard-Prozess mit umfangreichen Templates für Leistungsbeschreibungen sorgt zudem für ein zügiges und kostengünstiges Verfahren, bei dem der Sourcing-Berater nicht das Rad erst beim Kunden erfinden muss.