Request for what???

"Was ist Was" im IT-Sourcing - Folge 1

Wie überall in der EDV hat sich im Bereich der Fragestellung „Eigenfertigung oder Fremdbezug“ ein eigener Wortschatz, zumeist dem Englischen entlehnt, gebildet, an dem man im IT-Sourcing nur schwer vorbeikommt. In loser Folge wollen wir daher die wichtigsten Begriffe kurz erläutern. Eine gesamte Abkürzungsgruppe wird dabei kurz mit RfX umschrieben.

Der erste Vertreter dieser Gruppe nennt sich RfI. Dies steht für „Request for Information“, zu Deutsch „Leistungsanfrage“. Ein RfI wird immer dann verwendet, wenn ein Unternehmen grundsätzlich auf der Suche nach potentiellen Lieferanten ist und sowohl der genaue Umfang als auch die Ausgestaltung der zu erbringenden Leistungen noch sehr diffus ist. Mithin möchte das anfragende Unternehmen sich erst ein Bild über am Markt verfügbare Portfolios, deren Lieferanten und die zugehörigen Listenpreise verschaffen. Die gewonnenen Informationen können dann dazu verwendet werden, die eigenen Anforderungen genauer zu spezifizieren, dienen als Orientierung für die Erstellung einer Wirtschaftlichkeitsrechnung und ergeben Anknüpfungspunkte für eine Auswahl geeigneter Lieferanten. Im günstigsten Fall stimmen Anforderung und am Markt verfügbare Lösung bereits ganz oder größtenteils überein, so dass auf der Basis eines RfIs Vertragsverhandlungen mit einem oder mehreren Lieferanten aufgenommen werden können.

Der Aufwand eines RfIs ist unterdessen nicht zu unterschätzen und hängt stark von der Komplexität der angefragten Leistungen, der Anzahl der angefragten Lieferanten sowie der Strukturiertheit der Antworten ab.

LEXTA hilft Unternehmen dabei, durch eine strukturierte Vorgehensweise den Aufwand für einen RfI zu minimieren. In vielen Fällen kann aber auch ein RfI komplett entfallen, weil die notwendigen Informationen in der Dienstleisterdatenbank von LEXTA verfügbar sind, so dass gleich ein RfP durchgeführt werden kann. Darüber lesen Sie in der Folge 2.